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Entwicklung eines Kriterienkatalogs für die Evaluation und den Einsatz eines digital Knowledge Management Tools am Beispiel des wissenschaftlichen Arbeitens

Nach Abschluss des 4 monatigen Forschungsprojekts zum Thema: „Entwicklung eines Kriterienkatalogs für die Evaluation und den Einsatz eines digital Knowledge Management Tools am Beispiel des wissenschaftlichen Arbeitens“, entstand ein Kriterienkatalog der sowohl von Studierenden als auch Wissenschaftlern für die Softwarewahl herangezogen werden kann. Eine Umfrage war Bestandteil der Untersuchung und wurde auf der Projektwebsite www.studium-digital.de durchgeführt. Der daraus entstandene Forschungsbericht inklusive Kriterienkatalog kann über Researchgate (DOI: 10.13140/RG.2.2.14143.51368/1) abgerufen werden. In der Arbeit wird der wissenschaftliche Arbeitsprozess auf Grundlage von Phasenmodellen für Wissenschaftler als auch Studierende analysiert.  Die Fusion zweiter Phasenmodelle des wissenschaftlichen Arbeitens wird in Disziplinen unterteilt und mit konkreten Inhalten in Form von Arbeitspaketen angereichert. Eine qualitative Vorstudie am Standort Wernigerode trägt zum Erkenntnisgewinn für die Durchführung der Untersuchung bei. Im Rahmen einer Online-Befragung wurde eine Stichprobe der Grundgesamtheit Studierender in Sachsen-Anhalt erhoben und analysiert. Die aus dem Meinungsbild erhobenen Erkenntnisse wurden für die Formulierung von Anforderungskriterien herangezogen. Es entstand ein, auf jede Disziplin des wissenschaftlichen Arbeitens anwendbarer modularer Kriterienkatalog, der für die Evaluation getesteter Alternativen, oder neuer Softwarelösungen herangezogen werden kann.

Untersuchte Softwarealternativen: Geprüft wurden Citavi v. 5,  Colwiz v. 3.1.5, Docear v. 1.1, EndNote X7.3.1, JabRef v. 2.1, Mendeley v. 1.13, RefWorks v. 2, Zotero v. 4.0.26

Studierende fühlen sich oftmals mit der Wahl des „richtigen“ Knowledge Management Tools überfragt – dieser modulare Kriterienkatalog erleichtert die Entscheidung und zeigt Vor- als auch Nachteile von Vergleichsalternativen auf.

Einfacher - nicht modularer Kriterienkatalog für die Wahl einer Literaturverwaltungssoftware für das wissenschaftliche Arbeiten

Nicht modularer Kriterienkatalog zur Wahl einer Literaturverwaltungssoftware für das wissenschaftliche Arbeiten

Entscheidungshilfe: Literaturverwaltung für das wissenschaftliche Arbeiten

Einleitung und Motivation:

Der Bildungsstand innerhalb der deutschen Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, so gilt der Trend zu höheren Schulabschlüssen bis hin zum Hochschulstudium als ungebrochen.[1] Trotz wandelnder Umwelt und neuer Medien sind Studierende, abhängig von Bearbeitungsthemen und Lehrdisziplin, bestimmten formalen und inhaltlichen Konventionen beim Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten unterworfen. Die Grundsäulen des wissenschaftlichen Arbeitens werden fachgebietsübergreifend aufrechterhalten, jedoch können stark variierende Unterschiede beim formalen Aufbau der Arbeiten festgestellt werden.[2] Diese Unterschiede können explizit auf subjektiven Präferenzen von Korrektoren und Verfassern beruhen, aber auch implizit in Abhängigkeit vom Themenfeld festgestellt werden. So unterwerfen sich beispielsweise Verfasser eines wissenschaftlichen Textes bewusst einem Schreibstil, der ihrer geplanten Verwertung angemessen erscheint. Verfasser durchlaufen mehrere Phasen im Rahmen des Erstellungsprozesses, in dem sie sich mit Literatur aktiv auseinandersetzen und entsprechend der geplanten Weiterverwendung Vermerke notieren. Diese Arbeitsweisen sind so unterschiedlich und individuell wie bekannte Lerntypen. Der Themenzugang spielt hierbei keine übergeordnete Rolle, unterschiedliche Arbeitsweisen kennzeichnen den individuellen Entstehungsprozess einer wissenschaftlichen Arbeit und führen zu einer formal als auch inhaltlich angemessenen Abgabe. Die individuellen Arbeitsprozesse werden zunehmend digital von Studierenden selbstorganisiert durchgeführt. Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es aufzuzeigen, wie sich Studierende im Rahmen des Erstellungsprozesses einer wissenschaftlichen Arbeit mit Wissen versorgen und welche Anknüpfungspunkte und Anforderungen für den Einbezug von Knowledge Management Tools bestehen. Es wird ein aktueller Überblick auf die Informationslandschaft Studierender gegeben. Aus der Kombination von Erwartungshaltung (Studierendensicht) und derzeitiger Informationslandschaft lassen sich Anforderungen ableiten. Es wird geprüft ob sich diese Anforderungen gezielt von marktverfügbaren Softwarelösungen abgedeckt werden. Es entsteht ein Kriterienkatalog für die Evaluation von Knowledge Management Tools, die im Kreis Studierender, Lehrkräfte und Privatanwender für das wissenschaftliche Arbeiten zum Einsatz kommen können.

Durch das Kompetenznetzwerk für neue Medien in Studium um Lehre (LearnTechNet) konnten Anforderungen für den „Campus von morgen“ an der Universität Basel erhoben werden. Das „Lernwandern“ konnte sich als Begrifflichkeit für wechselnde Lernorte Studierender etablieren. Es ist auffällig, dass Studierende über mehrere Lernumgebungen verfügen, die sie im Rahmen ihres Studienalltags durchlaufen. Die Tatsache, dass Studierende nicht länger örtlich an den Campus als originäre Lehr- und Lerninstitution gebunden sind, wird durch neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung begünstigt. Der „Campus von Morgen“, sollte auf Grundlage dieser Erkenntnisse fortwährend Strukturreformen erfahren. Die stetige Verfügbarkeit von Informations- und Kommunikationstechnologien erfordert die Abstimmung und Ausweitung des virtuellen Angebotes seitens der Lehrinstitutionen.[3]

Aggregation von Phasenmodellen des wissenschaftlichen Arbeitens

Aggregation von Phasenmodellen des wissenschaftlichen Arbeitens

Das Phänomen des „Lernwanderns“ lässt sich auch am Arbeitsmarkt beobachten, wie 2012 in der Studie: „Office in Motion“ erhoben, verkleinern flexible Arbeitszeitmodelle die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit. Die räumliche Verortung des traditionellen Arbeitsumfelds rückt zunehmend in den Hintergrund.[4] Als maßgebliches Werk im thematischen Cluster dieser Studie ist die „101 innovations in scholary communication – the changing research workflow“ herauszustellen. Kramer und Bosman (2012) erhoben explorativ über einen Zeitraum von 9 Monaten einflussreiche digitale Werkzeuge, die weltweit von Forschern im Rahmen der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten zum Einsatz kommen.[5] Als Ergebnis dieser Erhebung, führen die Autoren einen Überblick auf Softwarelösungen und favorisierter Workflows für das internationale wissenschaftliche Publikum an. Der Überblick gilt interdisziplinär für das internationale Forschungsfeld.

Die komplette Veröffentlichung finden Sie hier auf Researchgate unter DOI: 10.13140/RG.2.2.14143.51368/1

[1] Vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung, 2016, S. 48.

[2] Vgl. Niederhauser, J., 2011, S.6.

[3] Vgl. Skerlak, T., Kaufmann, H., Bachmann, G., 2015, S.19.

[4] Vgl. Amstutz, S., Schwehr, P., Schulze, P., et. al. 2013, S. 10.

[5] Vgl. [Changing Research Workflow]

 

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